Themenzentrierte Interaktion

Das Verfahren der Themenzentrierte Interaktion (Nachfolgend TZI genannt) ist ein Gruppenorientiertes Psychotherapeutisches Verfahren, begründet von Ruth Cohn.

Es gibt für eine Gruppentherapie bestimmte Regeln, die sich nach dem TZI nach 2 Postulaten richtet;

  1. Jeder ist sein eigener „Chairman“, somit für Sich und seine Aktionen und Reaktionen verantwortlich. Der Mensch soll sich selbst leiten!
  2. Störungen haben Vorrang, dadurch decken sich Sachen auf, die manch einer vielleicht für unbedeutend erachtet, jedoch sehr wichtig sind für den inneren Prozess und die entsprechende Haltung und Entwicklung teilweise massiv beeinflussen.

Dazu gibt es noch 8 weitere Regeln, die beide Postulaten (Grundregeln) unterstützen und eine Hilfe für das ganze prozessorientierte Verfahren darstellt:

  1. Vertritt dich selbst in deinen Aussagen; sprich per ‚Ich‘ und nicht per ‚Wir‘ oder ‚Man‘.
  2. Wenn du eine Frage stellst, sage, warum du fragst und was deine Frage für dich bedeu­tet. Spreche dich selbst aus und vermeide das Interview.
  3. Sei authentisch und selektiv in deinen Kommunikationen!
  4. Halte dich mit Interpretationen von anderen zurück. Sprich stattdessen deine per­sönlichen Reaktionen aus.
  5. Sei zurückhaltend mit Verallgemeinerungen.
  6. Wenn du etwas über eine andere Person sagst, sage auch, was es dir bedeutet.
  7. Seitengespräche haben Vorrang. Sie stören und sind meist wichtig.
  8. Nur einer zur gleichen Zeit bitte!

Jede dieser Regeln haben ihren Wert, sind dennoch kein Gesetz.

Vor jeder Gruppentherapiesitzung wird jeweils eine der Regeln betrachtet und miteinander besprochen.